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Unternehmertum

Unternehmensstruktur: 3 Mio pro Monat mit mehreren Firmen

09. Juli 2026 · 11 Min. Lesezeit · Markus Feldmann
Unternehmer plant die Struktur eines Firmenportfolios am Whiteboard

Sechs Firmen, über 120 Teammitglieder, zusammen zwischen 2 und 3 Millionen Euro Monatsumsatz. Das ist keine Vision für 2030, sondern eine reale Unternehmensstruktur, die sich aus einer einzigen starken Kernfirma heraus aufgebaut hat. Der Unterschied zu klassischem Wachstum: Statt eine Firma bis zum Anschlag zu skalieren, entstehen mehrere Firmen, die sich gegenseitig tragen.

Ich zeige dir hier, wie so ein Portfolio wirklich aussieht. Welche Firmen drin sind, wie viel Anteile sinnvoll sind, wie viel Umsatz sie machen und vor allem: welche Fehler dich diese Strategie kosten kann. Das ist keine Theorie aus dem Lehrbuch, sondern das, was in der Praxis über Jahre gewachsen und geprüft ist.

Eine Sache vorweg: Diese Unternehmensstruktur ist kein Einstiegsmodell. Sie funktioniert erst, wenn dein Fundament steht. Wer zu früh anfängt, zerlegt sich damit die eigene Basis. Also lies bis zum Ende, dann weißt du, ob und wann das für dich passt.

Was ist eine Portfolio-Unternehmensstruktur überhaupt?

Eine Portfolio-Unternehmensstruktur bedeutet, dass du nicht eine einzige Firma bis zum Maximum skalierst, sondern mehrere eigenständige Firmen hältst oder aufbaust und gezielt vernetzt. Deine Kernfirma liefert Kompetenzen wie Marketing, Recruiting und Vertrieb, die du in die Beteiligungen einbringst. So erzeugst du Wachstum über mehrere Standbeine gleichzeitig.

Im konkreten Fall besteht das Portfolio aus sechs Firmen mit über 120 Teammitgliedern. Vorletzten Monat lag der Gesamtumsatz bei rund 3 Millionen Euro, im Folgemonat bei etwa 2,5 Millionen. Das ist die Bandbreite, in der sich so ein Konstrukt bewegt, weil einzelne Firmen unterschiedlich schnell wachsen und teils kapitalintensiv arbeiten.

Der entscheidende Baustein ist die Kernfirma. Sie ist das Hauptpferd, die Dienstleistung, mit der überhaupt erst die Effizienz für alle anderen Beteiligungen entsteht. Diese Firma hilft Coaches, Beratern und Agenturen, ihre eigenen Unternehmen zu skalieren: Sales-Systeme, Marketing-Systeme, Back-End-Sales-Strukturen, Recruiting, KI und Leadership-Systeme, damit ein Unternehmen unabhängiger vom Founder wird.

Genau weil diese Kernfirma Skalierung als Dienstleistung beherrscht, lässt sie sich in jede Portfoliofirma hineinlegen. Teammitglieder gehen in die Beteiligungen und machen dort Marketing, managen das CRM, bauen KI-Systeme, übernehmen Sales-Leadership oder Sales-Training. Wie du eine solche Kernfirma erst einmal auf ein tragfähiges Niveau bringst, zeigt der Leitfaden zum Unternehmen skalieren mit System.

Warum überhaupt mehrere Firmen statt einer skalieren?

Weil eine einzelne Firma irgendwann an eine natürliche Wachstumsgrenze stößt, während andere Märkte deutlich größere Opportunitäten bieten. Mehrere Firmen streuen dein Wachstum, nutzen deine bestehenden Systeme mehrfach und schaffen langfristig einen Vermögenswert, den du gebündelt zu einem höheren Multiple verkaufen kannst. Es geht um Skalierung über Grenzen hinweg.

Der ehrliche Trade-off dabei: Ohne die Beteiligungen würde die Kernfirma erfahrungsgemäß 20 bis 30 Prozent mehr Umsatz machen, weil Fokus und Ressourcen dort blieben. Das ist der Preis. Der Gegenwert ist, dass einzelne Portfoliofirmen ein Umsatzpotenzial haben, das die Kernfirma allein nie erreichen würde.

Konkret: Die Kernfirma könnte im Dachraum vielleicht nie 7 Millionen Euro Monatsumsatz erreichen. Andere Firmen im Portfolio können das durchaus. Genau deshalb lohnt sich die Streuung. Du tauschst ein Stück kurzfristigen Umsatz gegen mehrere sehr große Wachstumskorridore.

ModellUmsatzpotenzialRisikoKapitalbedarf
Eine Firma maximal skalierenDurch Marktgröße gedeckeltKlumpenrisiko auf einen MarktMeist gering
Portfolio aus mehreren FirmenMehrere große Korridore parallelVerteilt auf mehrere MärkteJe nach Firma hoch
Rollup einer BrancheSehr hoch beim Exit-MultipleFounder- und IntegrationsrisikoHoch beim Zukauf

Der zweite Grund ist der Hebel deiner Systeme. Ein durchdachtes Recruiting-System, ein starkes Marketing-Setup, saubere KPI-Strukturen: Das alles baust du einmal und bringst es in jede Firma ein. Wie stark dieser Systemgedanke wirkt, wenn du ihn vom ersten Prozess an denkst, liest du im Beitrag Strategie vor Taktik.

Welche Synergien machen mehrere Firmen effizient?

Die Synergien liegen in den zentralisierten Kompetenzen deiner Kernfirma. Recruiting, Marketing, CRM-Management, KI-Systeme, Sales-Leadership und Finanzen werden einmal aufgebaut und in jede Portfoliofirma eingespeist. So bekommt eine kleine Beteiligung sofort das Marketing- und Vertriebs-Niveau eines großen Players, ohne es selbst mühsam aufbauen zu müssen.

Ein handfestes Beispiel ist das Recruiting. Für die Portfoliofirmen und die eigenen Teams werden erfahrungsgemäß rund 5 bis 10 neue Teammitglieder pro Runde eingestellt, zentralisiert über eine Stelle. Eine einzelne Firma müsste dafür eigene Recruiting-Prozesse aufbauen. Im Portfolio läuft das über eine gemeinsame Maschine.

Ähnlich stark ist der KI-Hebel. In die Optimierung von KI-Systemen fließen monatlich rund 25.000 Euro für Entwickler, die diese Systeme bauen, verbessern und implementieren. Das lässt sich nicht komplett kopieren, aber angepasst in jede Beteiligung einbringen. Für eine Standortkette oder einen Produkthändler ist so ein KI-Setup ein echter Wettbewerbsvorteil, den die Konkurrenz nicht hat.

Der Grund, warum diese Synergien greifen: Die Kernfirma ist gewohnt, extrem intensiv mit Kunden zu arbeiten. Erfahrungsgemäß gibt es kaum eine Betreuung mit vergleichbarer Tiefe, One-on-one-Beratung, gecoachte Vertriebler, intensive Gruppencoachings. Diese Betreuungstiefe wird direkt auf die Beteiligungen übertragen und erzwingt dort Wachstum, statt nur darauf zu hoffen. Wie ein durchdachter Vertriebsaufbau als wiederverwendbares System aussieht, zeigt der Leitfaden zum B2B-Vertrieb aufbauen.

Welche Firmen gehören in so ein Portfolio?

In ein starkes Portfolio gehören Firmen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Kapitalprofilen, verbunden durch dieselben zentralen Systeme. Im konkreten Fall sind das ein KI-Inkubator, ein Gesundheitsprodukt-Händler, eine Mikrochip-Handelsfirma, eine Gesundheitskette mit Standorten und eine Fördermittelberatung. Die Mischung streut Risiko und öffnet mehrere große Märkte gleichzeitig.

Die spannendste junge Beteiligung ist ein KI-Inkubator, entstanden mit einem Geschäftspartner. Die Firma ist erst rund vier Monate alt und machte im letzten Monat bereits zwischen 450.000 und 500.000 Euro. Das Ziel: relativ schnell die Million Monatsumsatz. Von den ersten 200 Kunden haben rund 60 bis 70 früh ein Erfolgsfeedback-Video aufgenommen, ein Signal für außergewöhnlich hohe Kundenzufriedenheit.

Eine zweite Beteiligung liegt im Gesundheitsbereich, mit rund einem Drittel Anteil. Diese Firma verkauft Gesundheitsprodukte und knackte im letzten sowie vorletzten Monat erstmals 1 Million Euro Monatsumsatz. Interessant: Sie ist kapitalintensiv. Gestartet vor dreieinhalb bis vier Jahren nahezu bei null, ist sie durch kontinuierliche Arbeit und hohe Reflexionsbereitschaft stark gewachsen. Die Beziehung begann übrigens klassisch: Die Founder waren erst Kunden der Kernfirma.

FirmaModellAnteil (ca.)Status / Umsatz
KI-InkubatorB2C, Business-AufbauPartnerschaft450-500k/Monat, Ziel 1 Mio
GesundheitsprodukteProdukthandel, kapitalintensiv~33 Prozent1 Mio/Monat erreicht
Mikrochip-HandelTrading mit Kleinelektronik~25 Prozent (Option)Exponentieller Gewinnsprung
GesundheitsketteStandorte, kapitalintensiv~20-22 Prozent2 Standorte, Ziel 100 in 5 Jahren
FördermittelberatungB2B-DienstleistungBeteiligung aus KundschaftVertrieb komplett neu aufgebaut

Die dritte Beteiligung ist eine Mikrochip-Handelsfirma, gehalten über rund 25 Prozent per notariell beglaubigter Option, aus bankrechtlichen Gründen nicht direkt. Gemeinsam mit einem starken Founder für rund 1 Million Euro gekauft, wurde im ersten Jahr viel getestet und rund 10 Teammitglieder eingestellt, mit zunächst wenig Umsatz. Doch aus diesen Tests entstand das Wissen, das später einen exponentiellen Gewinnsprung auslöste. Wie systematisches Ausprobieren zu skalierbaren Prozessen wird, vertieft der Beitrag Ein Prozess, sechsstellig.

Wie viel Kapital brauchen die einzelnen Firmen?

Der Kapitalbedarf hängt komplett vom Geschäftsmodell ab. Digitale Dienstleistungen wie eine KI-Agentur brauchen kaum Startkapital. Physische Modelle wie Produkthandel, Mikrochip-Trading oder Standortketten binden dagegen viel Cash in Ware, Lager und Aufbau. Wer das ignoriert, unterschätzt den Liquiditätsbedarf massiv und bremst genau in der Wachstumsphase aus.

Das deutlichste Beispiel ist die Gesundheitsprodukt-Firma. Sie wuchs so schnell, dass sie plötzlich rund 1 Million Euro mehr Warenbestand brauchte. Das bedeutet 1 Million Euro zusätzliches Working Capital, das in der Firma gebunden ist. Gewinne fließen dann nicht als Ausschüttung raus, sondern zurück in Ware und Lager. Viele Coaches, Berater und Agenturen verstehen erfahrungsgemäß gar nicht, dass Wachstum teils schlicht Cash frisst.

Ähnlich ist es beim Mikrochip-Handel. Auch dort gilt: Mehr Umsatz heißt mehr Ware, weil man nicht immer sofort einkauft und verkauft, sondern manchmal Kapital vorstrecken muss. Handel funktioniert eben nicht wie eine reine Dienstleistung, wo die Marge sofort als Gewinn ankommt.

Die Gesundheitskette wurde bei Gründung mit rund 1,2 bis 1,5 Millionen Euro kapitalisiert. Jede neue Standorteröffnung kostet Geld, dazu kommt das Recruiting der Mitarbeiter vor Ort. Der Vorteil dieser Kapitalintensität ist aber die Eintrittshürde: Eine KI-Agentur kann jeder ohne Kapital starten, weshalb viele es tun. Eine Gesundheitsstudio-Kette kann nicht jeder aus dem Stand aufbauen. Wer Kapital und Fähigkeit kombiniert, baut solche Firmen deutlich schneller und mit weniger Konkurrenz. Wie du dein Wachstum auch bei begrenztem Kapital sauber strukturierst, liest du in 100k pro Monat selbstständig.

Was ist der wichtigste Erfolgsfaktor bei Beteiligungen?

Der wichtigste Faktor ist die Qualität des Founders, sobald du nicht Mehrheitseigentümer bist. Ein starker, fähiger Founder mit guten Werten macht alles andere leichter. Ein schwacher Founder zwingt dich, jeden Denkschritt selbst zu machen, und dann wird die Beteiligung zur Last. Markt und Opportunity sind relevant, aber der Founder ist das absolute A und O.

Die klare Regel dahinter: Aus einem Ackergaul machst du kein Rennpferd. Menschen lassen sich im Fundament nicht komplett verändern. Wer bereits ein Winner ist, würde ohnehin gewinnen, mit dir nur schneller, besser und mit saubereren Werten. Aber die Grundsubstanz bringt der Mensch selbst mit. Deshalb wählst du Founder wie Investments: nach Substanz, nicht nach Versprechen.

Fast genauso wichtig ist, dass du nur mit menschlich guten Leuten zusammenarbeitest. Erfahrungsgemäß scheitern viele Portfolio-Versuche daran, dass die Beteiligten menschlich schwierig sind. Arbeitest du dagegen mit Menschen zusammen, die coole Werte und echten Hunger haben, ergibt sich gute Synergie fast von selbst. Alles andere ist die Mühe nicht wert.

Ein dritter, oft übersehener Punkt: B2C-Sales und B2B-Sales sind grundverschieden. Weil das Portfolio tiefe Einblicke in beide Welten gibt, wird das besonders deutlich. Verkaufsstrategien, die im B2C funktionieren, greifen im B2B teils überhaupt nicht, und umgekehrt. Übernimm also nie ungeprüft eine Strategie, nur weil sie irgendwo im Internet gut aussieht. Wie du diese Unterschiede sauber ausspielst und trotzdem skalierst, zeigt der Fall B2B skalieren auf 670k.

Für wen lohnt sich diese Struktur und für wen nicht?

Diese Struktur lohnt sich für Unternehmer mit einer stabilen, systemstarken Kernfirma, deren Kompetenzen sich in andere Firmen übertragen lassen. Sie lohnt sich nicht für alle, die noch am Fundament arbeiten oder deren Kernfirma nicht stabil läuft. Eine bewährte Faustregel: nicht vor rund 500.000 Euro Monatsumsatz und etwa 30 Teammitgliedern starten.

Ideal ist das Modell zum Beispiel für eine Marketing-Agentur mit klarer Nische. Wer etwa auf Zahnärzte spezialisiert ist, kann sich schrittweise an Zahnärzten beteiligen und ein Portfolio aufbauen. Macht ein Zahnarzt 1 Million Euro Gewinn im Jahr, machen zehn gebündelte Praxen 10 Millionen. Und eine Einheit mit 10 Millionen Gewinn verkaufst du zu einem deutlich höheren Multiple als zehn einzelne Praxen. Genau das ist die langfristige Logik hinter einer Rollup-Strategie.

Der Startzeitpunkt ist dabei kritisch. Zu früh damit anzufangen, ist erfahrungsgemäß tödlich. Die ersten Beteiligungen entstanden bei rund 500.000 Euro Monatsumsatz und 30 Teammitgliedern, und selbst das war rückblickend vielleicht ein bis zwei Monate zu früh. Das Team wuchs zwar nach, aber die Lehre bleibt: Erst muss die Kernfirma tragen, bevor du Ressourcen abzweigst.

Wenn du prüfst, ob dein Fundament schon trägt, hilft ein ehrlicher Blick auf deine Systeme:

  1. Läuft deine Kernfirma auch ohne dein tägliches Eingreifen stabil?
  2. Sind Recruiting, Marketing und Vertrieb als wiederverwendbare Systeme aufgesetzt?
  3. Hast du genug Team, um Kapazität in eine Beteiligung zu geben, ohne die Kernfirma zu schwächen?
  4. Findest du Founder mit echter Substanz und guten Werten?

Beantwortest du das nicht überzeugend mit Ja, arbeite zuerst weiter an der Basis. Wie du ein Team aufbaust, das dich als Founder ersetzbar macht, liest du in Team aufbauen und erste Mitarbeiter.

Wie sieht die langfristige Rollup-Strategie aus?

Die langfristige Strategie ist ein Rollup: Du gehst in eine Branche, kaufst viele einzelne Unternehmen zu, skalierst sie mit deinen Systemen und bündelst sie zu einer großen Einheit. Diese Einheit lässt sich in etwa 5 bis 10 Jahren zu einem deutlich höheren Multiple verkaufen als die Summe der Einzelfirmen. Das ist das eigentliche Endspiel der Portfolio-Struktur.

Der Weg dahin läuft in Etappen. Zuerst wird die Kernfirma weiter skaliert, weil sie das Fundament finanziert und die Systeme liefert. Parallel wachsen die bestehenden Beteiligungen, und gezielt kommen neue dazu. Im konkreten Fall ist bereits eine weitere spannende Portfoliofirma für die nächsten 30 Tage geplant. Das Portfolio wächst also bewusst und schrittweise, nicht wahllos.

Der Reiz des Rollups liegt im Multiple-Effekt. Zehn einzelne Firmen mit je 1 Million Euro Jahresgewinn sind am Markt weniger wert als eine konsolidierte Firma mit 10 Millionen Euro Gewinn. Größe, saubere Strukturen und wiederholbare Prozesse heben den Verkaufspreis überproportional. Deshalb ist Konsolidierung kein Selbstzweck, sondern der Werttreiber.

Damit das aufgeht, brauchst du zwei Dinge dauerhaft: fähige Founder in den zugekauften Firmen und deine zentralen Hebel, also Recruiting, Marketing, Sales-Leadership und KI-Systeme. Genau diese Kombination macht aus vielen kleinen Firmen eine große, verkaufsfähige Einheit. Wie du dieses Denken in konkrete Skalierungs-Lehren übersetzt, fasst der Beitrag Lektionen beim Unternehmen skalieren zusammen.

Am Ende ist die Reihenfolge das ganze Geheimnis dieser Unternehmensstruktur: erst eine Kernfirma, die als System läuft, dann Beteiligungen mit starken Foundern, dann die Bündelung zu einer Einheit, die mehr wert ist als ihre Teile. Wer die Reihenfolge einhält, baut aus einer Firma ein Portfolio. Wer sie umdreht, verliert beides.

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich über Portfoliofirmen nachdenken?

Erst wenn deine Hauptfirma stabil läuft. Eine bewährte Faustregel: nicht vor rund 500.000 Euro Monatsumsatz und etwa 30 Teammitgliedern. Vorher entziehst du deiner Kernfirma Fokus und Ressourcen, die sie selbst noch braucht. Wer zu früh startet, schwächt beides gleichzeitig. Erst das Fundament sichern, dann über Beteiligungen nachdenken.

Was ist bei Beteiligungen ohne Mehrheit am wichtigsten?

Die Qualität des Founders. Wenn du nicht Mehrheitseigentümer bist, entscheidet der Mensch am Steuer über Erfolg oder Scheitern. Aus einem Ackergaul machst du kein Rennpferd. Markt und Opportunity sind relevant, aber ein fähiger Founder mit guten Werten macht alles andere wesentlich einfacher.

Warum brauchen manche Portfoliofirmen so viel Kapital?

Physische Geschäftsmodelle wie Produkthandel oder Standortketten binden Cash in Ware und Aufbau. Eine Gesundheitsfirma im Portfolio brauchte bei starkem Wachstum plötzlich eine Million Euro mehr Warenbestand. Gewinne fließen dann nicht raus, sondern zurück in Lager und Expansion. Kapitalintensität ist kein Fehler, sondern Teil des Modells.