Vertrieb
Sales-Team mit 0€-Risiko: Incentive-Struktur enthüllt
Die meisten Vertriebsteams laufen auf zwei Rollen: Setter und Closer. Das funktioniert, bis du skalieren willst. Dann merkst du, dass diese Struktur dich bremst, weil du gute Leute in die falsche Rolle setzt, teure Leads verbrennst und mit einer Incentive-Struktur im Vertrieb arbeitest, die die falschen Anreize gibt. Genau hier setzt das Modell an, das ich dir hier zeige: sechs klar abgegrenzte Rollen, jede mit eigenem Skill-Profil, eigenem Problem, das sie löst, und eigener Vergütung.
Der rote Faden durch das ganze System ist ein Prinzip, das kaum jemand konsequent umsetzt: Risiko wandert dorthin, wo es am wenigsten kostet. Kalte Leads sind billig, also testest du neue Leute daran. Warme Leads sind teuer, also gehören sie nur in geübte Hände. Und das größte Risiko, ein schlecht performender Verkäufer, wird über die Vergütung selbst abgefedert, statt über ein Fixum abgesichert. Wer das verstanden hat, baut ein Salesteam auf, das er risikolos wachsen lassen kann.
Warum reicht das klassische Setter-Closer-Modell nicht mehr?
Das Setter-Closer-Modell ist zu grob. Es kennt nur zwei Rollen, obwohl im Vertrieb mindestens fünf unterschiedliche Skill-Stufen existieren. Wer nur in Setter und Closer denkt, kann Leute nicht sauber entwickeln, nicht risikolos testen und keine Produktionsstraße für gute Verkäufer bauen. Mehr Rollen bedeuten mehr Flexibilität und weniger Fehlbesetzungen.
Das Problem am Zwei-Rollen-Denken ist die fehlende Zwischenebene. Ein Setter ist entweder gut oder er fliegt raus. Ein Closer ebenso. Dazwischen gibt es keinen Übergang, keine Rampe, keine Möglichkeit, jemanden langsam an mehr Verantwortung heranzuführen. Genau das macht das Modell brüchig. Du hast entweder teure Fehlbesetzungen oder du lässt schwache Leute zu lange in einer Rolle, weil dir die Alternative fehlt.
Ein feineres Rollensystem löst das. Cold Caller, Warm Caller, Setter, Senior Setter, Set Closer und Closer bilden eine Leiter, auf der jemand von unten nach oben klettert. Jede Stufe hat ein eigenes Trainingsziel und eine eigene Provisionslogik. Das klingt komplizierter, ist in der Praxis aber deutlich robuster, weil du für jeden Reifegrad eine passende Rolle hast.
Der zweite Grund ist Recruiting. Wer verschiedene Einstiegsrollen anbietet, spricht mehr Kandidaten an. Ein erfahrener Verkäufer mit 20.000 Euro Monatsverdienst in der Vergangenheit hat keine Lust mehr auf Kaltakquise. Ein Hungriger ohne Erfahrung will genau da anfangen. Erfahrungsgemäß wächst ein Vertrieb mit mehreren sauber definierten Rollen spürbar schneller als einer, der alle in dieselben zwei Schubladen presst. Wie das im breiteren Kontext aussieht, zeigt der Beitrag zum B2B-Vertrieb aufbauen.
Was macht die 0€-Risiko-Logik im Vertrieb aus?
Die 0€-Risiko-Logik bedeutet: Neue Vertriebler beweisen sich zuerst an kalten Leads, nicht an warmen. Kalte Leads haben praktisch keine Opportunitätskosten. Verbrennt ein Kandidat am Probetag 40 kalte Entscheider, ist der Schaden gering. Verbrennt er 40 bezahlte Ad-Leads, kostet dich das echtes Geld. Deshalb wandert das Testen immer nach ganz unten in der Rollenleiter.
Das Prinzip ist simpel und trotzdem übersehen es die meisten. Wenn bei dir jemand als Setter anfangen möchte, lass ihn am Probetag einmal Kaltakquise machen. Macht er das schlecht, hast du im schlimmsten Fall ein paar kalte Leads verheizt, die dich fast nichts gekostet haben. Hätte er dieselbe schwache Leistung an warmen Leads gezeigt, in die du Werbebudget gesteckt hast, wären die Opportunitätskosten um ein Vielfaches höher gewesen.
Deshalb ist die Cold-Calling-Rolle nicht nur ein Lead-Generator, sondern auch dein Testfeld. Du siehst dort in wenigen Stunden, ob jemand ein Gespräch führen kann, ohne dass ein einziger teurer Lead auf dem Spiel steht. Der Kandidat, der sich hier bewährt, darf danach an die wärmeren, wertvolleren Kontakte. Wer scheitert, hat keinen echten Schaden angerichtet.
| Lead-Typ | Kosten pro Lead | Wer darf ran? | Risiko bei Fehlern |
|---|---|---|---|
| Kalte Liste | praktisch 0€ | Neue, ungeprüfte Kandidaten | minimal, ideal zum Testen |
| Ältere Ad-Leads (warm) | mittel | Warm Caller, geprüft | spürbar, aber verkraftbar |
| Frische Ad-Leads / Optins | hoch | Setter aufwärts | hoch, nur an starke Leute |
| Sales-Call-Termine | am höchsten | Closer / Set Closer | maximal, Ownership nötig |
Die zweite Ebene der Risikologik betrifft die Vergütung, dazu weiter unten mehr. Kurz gesagt: Ein schlechter Verkäufer soll das über seine eigene Provision spüren, nicht über ein Fixum abgesichert bekommen. So trägt das System sein Risiko selbst, statt es auf dich abzuwälzen.
Welche sechs Rollen braucht ein skalierbares Sales-Team?
Ein skalierbares Team besteht aus sechs Rollen, geordnet nach Skill-Level: Cold Caller, Warm Caller, Setter, Senior Setter, Set Closer und Closer. Jede Rolle hat eine einzige Kernaufgabe, ein klares Trainingsziel und ein eigenes Vergütungsband. Du besetzt nicht alle sofort, sondern baust die Leiter auf, wie dein Volumen und dein Team wachsen.
Die Rollen bauen aufeinander auf. Wer als Cold Caller einsteigt, lernt Opening und Painfinding. Wer sich bewährt, wandert über Warm Calling und Setting nach oben. Diese Progression ist gleichzeitig dein internes Recruiting-System, weil aus geübten Callern von selbst gute Setter werden. Als Übersicht:
| Rolle | Kernaufgabe | Trainingsfokus | On-Target-Earning |
|---|---|---|---|
| Cold Caller | Kalte Leads anrufen, Erstgespräche legen | Opening, Painfinding | 2.000 bis 10.000€ |
| Warm Caller | Ältere Ad-/Warmleads reaktivieren | Opening, Pain, Business-Analyse | 2.000 bis 7.000€ |
| Setter | Warme Leads qualifizieren, Sales-Calls legen | Pain, Deep-Dive, Frames | 2.000 bis 8.000€ |
| Senior Setter | Setter plus Leadership, Warm Caller entwickeln | Leadership | wie Setter |
| Set Closer | Warme Leads selbst setten und closen | Deep Gap Finding, Beratung, Einwand | 5.000 bis 15.000€ |
| Closer | Vorgefilterte Deals closen | Deep Gap Finding, Beratung | 5.000 bis 15.000€ |
Ein konkretes Praxisbild dazu: Ein Team dieser Bauart kann mit rund vier bis fünf Cold Callern, einem Warm Caller, drei Settern und zwei bis drei Closern eine Führungsspanne abdecken, die eine einzelne Person unmöglich mehr steuern könnte. Genau deshalb existiert der Senior Setter, der einen Teil der Führung übernimmt. Wer verstehen will, wie sich so eine Struktur ins gesamte Unternehmen einfügt, findet im Artikel Team aufbauen den Rahmen dazu.
Wie funktioniert die Incentive-Struktur im Vertrieb pro Rolle?
Die Incentive-Struktur im Vertrieb folgt einer klaren Logik: Je näher eine Rolle am Abschluss und damit am Cashflow sitzt, desto stärker verschiebt sich ihre Vergütung vom Fixum zur reinen Provision. Cold Caller und Warm Caller bekommen Fixum plus Provision pro Neukunde. Setter meist nur noch Provision. Closer ausschließlich Prozente auf Cashflow, ohne Fixum.
Der Cold Caller steht am Anfang der Kette und hat die meiste Ungewissheit, weil er kalt startet. Deshalb bekommt er ein Fixum plus eine Vergütung pro Neukunde, gestaffelt oder ungestaffelt, das spielt kaum eine Rolle. Sein realistisches Monatsziel liegt zwischen 2.000 und 10.000 Euro. In der Praxis hat ein starker Cold Caller in einem einzelnen Monat rund 9.000 Euro erreicht, was zeigt, dass die Rolle keine Sackgasse ist, sondern echtes Verdienstpotenzial hat.
Der Warm Caller reaktiviert ältere Ad-Leads und qualifiziert vor. Auch er bekommt Fixum plus Provision pro Neukunde, mit einem Zielband von 2.000 bis 7.000 Euro. Seine Stärke ist Volumen: Er holt bezahlte Leads zurück, die sonst verpuffen würden, und füllt damit den Kalender der Setter. Der Setter selbst arbeitet in vielen Modellen ohne Fixum, dafür mit deutlich höherer Provision pro Neukunde, realistisch 2.000 bis 8.000 Euro, in Spitzen auch darüber.
Beim Closer kippt die Logik komplett. Kein Fixum, nur Prozente auf Cashflow. Der Grund ist psychologisch: Ein Verkäufer, der abgesichert ist, verkauft schlechter. Wie diese Anreizverschiebung in ein datengetriebenes Vertriebssystem passt, zeigt der Beitrag zu KI-Systemen für 40+ Sales-Reps.
Warum solltest du Closern niemals ein Fixum zahlen?
Ein Fixum für Closer ist einer der teuersten Fehler im Vertriebsaufbau. Es nimmt genau den Druck raus, den ein Top-Verkäufer braucht, um konstant zu liefern. Wenn Cold Caller und Setter provisionsbasiert unter einer schwachen Closing-Quote leiden, der Closer aber trotzdem sein Fixgehalt kassiert, ist die ganze Anreizkette gebrochen. Besser: hohe Prozente auf Cashflow.
Denk die Kette einmal durch. Der Cold Caller gibt den ganzen Tag Gas, um Termine zu legen, und wird provisionsbasiert bezahlt. Der Setter qualifiziert und wird ebenfalls über Provision vergütet. Beide leiden direkt, wenn hinten schlecht geclost wird, weil ihre Einnahmen davon abhängen. Sitzt jetzt am Ende der Kette ein Closer mit fettem Fixum, der schwach closet, dann trägt ausgerechnet die Rolle mit dem größten Hebel kein Risiko. Das demoralisiert alle davor.
Ein Beispiel aus der Praxis, wie man es nicht macht: 2.000 Euro Fixum plus 7 Prozent Provision für einen Closer. Rückblickend eine der schlechtesten Vergütungsentscheidungen überhaupt, weil sie den Anreiz verwässert. Der bessere Weg ist, in der Rampingphase, also den ersten ein bis zwei Monaten, lieber mehr Prozente auf den Cashflow zu geben statt ein Fixum. So bleibt der Verkäufer liquide, ohne dass du ihm das Feuer nimmst.
Dahinter steht ein Ownership-Gedanke. Die Closer-Rolle ist die anspruchsvollste im ganzen System, weil sie den Umsatz direkt verantwortet. Wer sie ausfüllt, muss die volle Verantwortung für seine Pipeline übernehmen, nicht nur Termine abarbeiten. Ein Fixum sabotiert genau dieses Ownership. Deshalb gilt in der Praxis erfahrungsgemäß die einfache Regel: je näher am Geld, desto weniger Fixum.
Was ist die geheime Zwischenrolle, die dein Setting skaliert?
Die unterschätzte Rolle heißt Warm Caller, und ihr eigentlicher Wert liegt in der Kopplung an einen Senior Setter. Der Warm Caller ruft den ganzen Tag warme Listen an und darf ausschließlich für seinen Senior Setter Termine legen. Der Senior Setter trainiert ihn zweimal täglich. So gibt gutes Setting-Wissen sich systematisch weiter, und du baust eine Produktionsstraße für neue Setter.
Der Ursprung dieser Konstruktion ist ein typisches Skalierungsproblem. Auf der einen Seite gibt es einen sehr guten Setter, der aber keine Lust auf 200 Wählversuche am Tag hat und lieber mit wenigen, gut vorbereiteten Leads spricht. Auf der anderen Seite stehen hungrige Leute mit wenig Erfahrung, die Gas geben wollen. Die Lösung: Man stellt dem starken Setter, jetzt Senior Setter, einen Warm Caller unter, der die Schlagzahl macht und die Termine an ihn liefert.
Das Incentive ist elegant verschränkt. Der Warm Caller legt Termine ausschließlich für seinen Senior Setter, und genau dafür bekommt er morgens und abends Feedback. Der Senior Setter trainiert ihn zweimal am Tag: wie er besser vorqualifiziert, wie er Leads so hypt, dass die Showrate steigt, und wie möglichst viele davon in echte Sales-Calls münden. Beide profitieren, weil beide über Neukunden vergütet werden.
Der eigentliche Gewinn ist Duplizierbarkeit. B2B-Setting ist schwieriger als B2C, weil man mit komplexeren Geschäftsmodellen und gestandenen Unternehmern spricht. Umso wertvoller ist ein Mechanismus, der Setting-Kompetenz automatisch weitergibt. Nach etwa drei bis vier Monaten kann ein guter Warm Caller selbst zum Setter aufsteigen. Damit hast du keine einzelne Fehlbesetzung ersetzt, sondern eine Maschine gebaut, die laufend neue Setter produziert. Wie sich solche Multiplikator-Rollen aufs Wachstum auswirken, zeigt der Beitrag Recruiting-Team skalieren.
Wie startest du mit dieser Struktur bei null?
Der Einstieg hängt von deiner Ausgangslage ab, folgt aber einem Muster: Du besetzt nicht sechs Rollen auf einmal, sondern startest mit zwei bis drei und lässt sie hineinwachsen. Ein bewährter Startpunkt für einen Ein-Personen-Vertrieb sind ein Senior Setter und ein Warm Caller, wobei der Senior Setter mittelfristig zum Set Closer wird und später ein weiterer Setter dazukommt.
Ein konkretes Szenario aus der Praxis: Eine Agentur mit 400.000 bis 500.000 Euro Monatsumsatz, in der der Gründer der einzige Verkäufer ist. Der richtige erste Schritt ist hier, einen Senior Setter und einen Warm Caller einzustellen. Der Senior Setter entwickelt sich langfristig zum Set Closer, der Warm Caller füllt den Kalender, und mit der Zeit kommt ein weiterer Setter dazu. So entlastest du den Gründer schrittweise, ohne das Team an einem Tag umzukrempeln.
Wer noch kleiner ist, etwa bei 20.000 bis 50.000 Euro Monatsumsatz, braucht eine individuellere Antwort, weil hier jede Einstellung stark ins Gewicht fällt. Die Grundregel bleibt aber gleich: mit der einfachsten passenden Rolle anfangen und die Leiter nach oben aufbauen, statt komplexe Strukturen zu erzwingen, für die noch kein Volumen da ist. Simple scales, fancy fails.
Hast du bereits ein Team, implementierst du fehlende Rollen einfach dort, wo du eine Lücke siehst. Wenn viele warme Leads liegen bleiben, führst du die Warm-Caller-Rolle neu ein und koppelst sie an einen Senior Setter. Du musst nicht neu bauen, sondern nur die Rolle ergänzen, die das aktuelle Nadelöhr auflöst. Die Grundmechanik, ein Unternehmen sauber in Rollen zu gliedern, findest du im Beitrag Unternehmen skalieren.
Welche Führungsaufgaben bleiben beim Gründer?
Auch mit sechs Rollen bleibt ein harter Kern an Führungsaufgaben beim Gründer: Higher and Fire, das Anpassen der Incentive-Modelle, Rollenwechsel entscheiden, Einzelgespräche mit den Schlüsselrollen und Teamtrainings. In der Praxis lässt sich das auf einen überschaubaren wöchentlichen Aufwand systematisieren, wenn die Rollen klar definiert sind.
Als Orientierung: Für ein Team, das in einem Monat rund eine Million Euro Umsatz abschließt, ist ein Führungsaufwand von etwa fünf bis zehn Stunden pro Woche realistisch, wenn das System sauber steht. Das funktioniert nur, weil viele Aufgaben verteilt sind. Trainings der Cold Caller übernehmen erfahrene Teammitglieder, mit den Settern gibt es ein wöchentliches Training, mit den Closern häufiger. Der Gründer ist nicht überall selbst am Ruder, sondern dort, wo Kultur und Grundsatzentscheidungen liegen.
Beim Führungsmodell gibt es zwei Wege: Vollzeit-Manager oder Spieler-Coach. Der Spieler-Coach produziert selbst und führt nebenbei, was weniger Overhead erzeugt und echte Vorbilder im Team schafft. Erfahrungsgemäß ist dieses Modell schlanker, weil hungrige Leute, die selbst produzieren, das Team stärker mitziehen als ein reiner Manager. Vollzeit-Manager rechnen sich meist erst in sehr großen Organisationen.
Zwei Rollen brauchst du besonders im Blick: Cold Caller und Setter, weil hier das meiste Higher and Fire passiert. Jeder neue Closer startet erst als Setter, wird dann für einige Wochen Set Closer und darf erst danach reiner Closer werden. Diese Testphasen kosten dich kaum etwas, weil das Risiko wieder nach unten in der Leiter wandert. Wichtig ist nur eines: Nichts bremst ein Unternehmen so stark wie ein schwacher Verkäufer, den du zu lange in seiner Rolle lässt. Genau deshalb braucht dieses System klare Rollen, klare Anreize und die Bereitschaft, Leute konsequent zu bewegen. Wie sich das in echten Wachstumszahlen niederschlägt, zeigt der Beitrag B2B skalieren auf 670k.
Der Rest ist Umsetzung. Wissen ist Potenzial, Umsetzung ist Macht. Wer diese Rollen sauber trennt, die Incentive-Struktur im Vertrieb konsequent vom Fixum zur Provision verschiebt und Risiko dorthin schiebt, wo es billig ist, baut ein Salesteam, das er wachsen lassen kann, ohne bei jedem neuen Mitarbeiter zu zittern.
Häufige Fragen
Sollten Closer ein Fixum bekommen?
Nein. Ein Fixum für Closer nimmt den Druck raus, den ein Verkäufer braucht. Wenn ein Cold Caller und ein Setter provisionsbasiert unter schlechter Closing-Quote leiden, der Closer aber trotzdem sein Fixgehalt kassiert, ist das Anreizsystem kaputt. Besser: hohe Prozente auf Cashflow, kein Fixum.
Wie teste ich neue Vertriebler ohne Risiko?
Lass Kandidaten am Probetag Kaltakquise machen, nicht warme oder bezahlte Leads. Verbrennt jemand 40 kalte Entscheider, ist der Schaden gering, weil kalte Leads praktisch keine Opportunitätskosten haben. Warme Ad-Leads dagegen sind teuer und dürfen nur an geprüfte Leute.
Wie viele Sales-Rollen brauche ich am Anfang?
Am Anfang reichen zwei bis drei Rollen. Ein typischer Einstieg für einen Ein-Personen-Vertrieb: ein Senior Setter plus ein Warm Caller, der über die Zeit zum Set Closer heranwächst. Die volle Struktur mit sechs Rollen entsteht erst, wenn Volumen und Team größer werden.